Oktober 8

Lesung in Wolnzach/Bayern am 24. Oktober 2015

Am Samstag, den 24. Oktober geht es in die Fremde – obwohl – so fremd sind wir uns gar nicht (mehr), die Wolnzacher Kulturszene und ich. Mit Reinhold Alsheimer verbindet mich schon eine längere kollegiale Freundschaft und auf Lametto, den ich in diesem Jahr kennenlernen durfte, freue ich mich auch schon. Zudem reist Sylvia Bialon mit an, mit der ich mich an der literarischen Unterhaltung des anwesenden Publikums beteiligen werde. Besonderer Dank geht jetzt schon mal an Nathalie Ponsot, Künstlerin, Vernissagistin und Veranstalterin.

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Kategorie: Lesung/en | 1 Kommentar
Mai 22

1949

Aus Die Magie der Triode oder Der Lebensweg des HW

Ob er ein hübscher Bube sei, erkundigte sich der Alte und ließ sich die Antwort immer und immer wieder geben. Schönes blondes Haar habe er, beschreibt die Großmutter das Kind, und die Augen seien die des Vaters und der trotzige Mund sei ihm von der mütterlichen Seite anvererbt, genau wie die dünnen Beinchen. Das Wörtchen »schön« zog sie dabei so in die Länge, als sei es mit mehr als einem ö versehen. Bisher war es für den 5-Jährigen unwichtig und bedeutungslos, dass er die Beine seiner Mutter haben sollte, da er sie sein Leben lang für die eigenen gehalten hatte. Zudem ließ es sich auf diesen ganz gut durch den Alltag steigen. Egal ob dünn oder dicker, sie waren gerade ausreichend genug, um ihn zu tragen, ihm einen aufrechten Gang zu verleihen und bei bietenden Gelegenheiten auf und mit ihnen davonzurennen.

Gerne ließ sich Großvater Louis, der genau genommen der Urgroßvater war und den Rang des Familienoberhauptes inne hatte, die Beschreibungen wiederholen, denn ob seiner Blindheit war er der Wahrnehmung solcher Äußerlichkeiten nicht in der Lage. Ja, blond war das Kind, war HW, vielleicht aber auch schön blond. Die kleinen Füße waren sommers blank gezogen, er bediente sich ihrer bar. Schuhe mussten – soweit vorhanden – geschont werden. Die Beine nackt und über dem Leib ein Hemdchen geknotet, rannte er die Mühlenstraße entlang der Weberhäuser. Dort, wo früher die Weber wohnten und arbeiteten, nannte man deren Häuser so. Es war eine ungemütliche Gegend, die schlechthin durch den nicht kanalisierten Gablenzbach alle Tage feucht war. Als Kind war man oft erkältet und die Erkrankten gesundeten leidlich. Es handelte sich dabei um die Region, in der der aus Gablenz kommende, gleichnamige Bach die letzten Meter bis zum Chemnitz-Fluss überwinden musste, um von diesem ganz und gar aufgenommen zu werden. Unweit der Bleichwiesen, auf deren Areal später das Stadtbad entstand, bezog der Altvater HWs jenes dreistöckige Gebäude, kellerlos und mit einem Kolonialwarenladen im Parterre, das voller Stolz mit der Hausnummer 24 versehen wurde. Zwei Ziffern, die 2 und die 4, deren begrifflichen Inhalt HW nicht kannte, von denen er nicht wusste, dass sie im Zusammenhang erst zu ihrer eigentlichen Bedeutung kommen, deren ureigenster Sinn ihm völlig klar war, nämlich, einem Ort oder einem Haus einen Namen zu geben. Und sein Haus hieß 24.

April 27

Die Höhepunkte in wenigen Bildern zusammengefasst

Nach diesen vielen Erlebnissen rund um die Lesungen und Autogrammstunden herum, macht es sich wohl anschaulicher, wenn ich im Stile eines Telegramms berichte. Aber jetzt schon kann ich sagen, dass es für meine beiden Mitstreiterinnen und mich, genau wie für Lutz Jahoda wunderschöne, erfüllende, schlafreduzierte, aufregende und freudige Tage waren. Eine Wiederholung schließen wir nicht aus!

Tag 1; Treff im Restaurant Farah auf dem Chemnitzer Kassberg. Aber wer ist hier das Sandwich?

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Tag 2; Wir fahren nach Lugau. Im Kräutergarten Hagazussa empfängt uns ein heiteres Publikum zur Autogrammstunde.

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Der Zugang zum Kräutergarten

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Mit Lutz & Liebe

 

 

 

 

 

Nach dem Aufenthalt von 1 1/2 Stunden ging es schnurstracks zur Villa Facius, in der sich die Stadtbibliothek befindet.

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Und wieder singt er

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Autogramme über Autogramme

 

 

 

 

 

Tag 3; Den Nachmittag verbringen wir bei einer Benefiz-Veranstaltung in einem Betreuten Wohnen in Chemnitz. Lutz Jahoda entertaint vor einem Publikum, das nicht mehr so richtig in der Lage ist, einer Veranstaltung beizuwohnen.

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Einmal Fan von Lutz, immer Fan

Ab 18 Uhr hieß es dann Bühne frei im Kulturhaus Arthur.

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Februar 25

Eine Lesung? Nein, drei!

Die können wohl nicht genug bekommen? Ja, ganz genauso wollen wir es auch verstanden haben.

Das Literarische Kleeblatt veranstaltet Ende April 20145 eine Lesetour, gemeinsam mit Lutz Jahoda. Und es ist wirklich nicht zu viel verraten, wenn man darauf verweist, dass wir vier schon ein wenig aufgeregt sind.

Unser Weg wird uns nach Lugau, Chemnitz und ins thüringische Gößnitz führen. Neben Texten aus seinem Buch “Up & Down - Nervenstark durch ein verhunztes Jahrhundert” wird der beliebte Entertainer sicherlich auch einpaar Takte singen. Wir wiederum lesen aus unserem ersten gemeinsamen Buch. Sein Titel? Ok. Dies sei noch verraten … “Ein Sandwich im Blutrausch oder Die Frage nach dem Sinn des Sinns”.

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Den Besuchern der Lesung/en wünschen wir jetzt schon viel Spaß!