Juni 14

Krankemann meets Morgenstern – Premiere im Mehrgenerationenhaus

Es ist in der Tat schwierig zu erklären, was da zu hören gewesen ist. Christian Morgenstern, der mehr oder weniger bekannt für seine komische Lyrik ist, begleitete mich beim Vortragen meiner Texte, bzw., war gewissermaßen Lückenfüller. Quasi in meinen Redepausen waren einige Stücke seines Schaffen von Konserve zu hören, wie z.B. Der Seufzer oder auch Der Gaul. Die Be- und Verarbeitung von Morgensterns wortwitzigen Zeilen oblag einem Chemnitzer Künstler.

Es ist stets ein etwas waghalsiges Unternehmen, solche Art “schwerer Kost” einem Publikum anzubieten, jedoch war die Resonanz durchweg positiv. Dies bestätigte sich abschließend im persönlichen Gespräch. Kunst liegt stets im Auge des Betrachters oder wie in diesem Fall … im Ohr des Hörers. Das Feedback bestärkte. So wird wohl dieses neue Programm in das serienmäßige Repertoire aufgenommen. Mein Dank gilt (wieder einmal) dem Mehrgenerationenhaus in Kappel.

März 8

Lesung mit Anne im Michaelis, 07. März 2013

Vielleicht ist es einfach nur ein gutes Omen gewesen, unsere Lesung in die Nähe des internationalen Frauentags zu legen. Vielleicht hatten wir einfach nur ein tolles Publikum. Vielleicht waren wir auch einfach nur gut! Ich meine – am Ende ist es ein Konglomerat aus allem gewesen. Vom 3-Gänge-Menü des Kaffeehaus & Restaurant Michaelis gesättigt und von unseren essenziellen Texten erheitert und mental angeregt gingen Publikum und Lesende nach drei Stunden auseinander. Neben den Auszügen aus unserem gemeinsamen Buch Aufgewachsen in Chemnitz & Karl-Marx-Stadt – Die 40er und 50er Jahre gab es immer wieder Gespräche mit Einzelnen. Ganz unserem Ziel folgend, war die hier angesprochene Generation damit beschäftigt, Selbsterlebtes aus dem Langzeitgedächtnis hervorzuholen. “Aah”, “ooh” und “ja, genau” waren wohl die am häufigsten verwendeten Worte des Abends.

 

In den Lesepausen, in denen das Essen gereicht wurde, war für uns zumindest Entspannung angesagt. So wechselten sich an diesem Abend die literarischen mit dem kulinarischen Angeboten in fein abgestimmten Intervallen nacheinander ab.

März 1

Tandemlesung im Mehrgenerationenhaus am 28. Februar 2013

Bis vor kurzer Zeit habe ich nicht einmal gewusst, dass es Mehrgenerationenhäuser gibt, geschweige denn, was hier geschieht. Aber der Mensch lernt ja bekanntlich niemals aus. Und so habe ich feststellen müssen, dass es in unserer Stadt einen Kulturtempel gibt, der neben den öffentlich beworbenen Einrichtungen ein Rundum-Sorglos-Paket der konstruktiven Freizeitgestaltung anbietet. Ich kann nur meinen (virtuellen) Hut vor dem Engagement der Mitarbeiter ziehen und dieses Objekt wärmstens weiterempfehlen!

Hier hatten wir, Anne Bergmann und ich am gestrigen Nachmittag unsere Lesung Mit dem Taxi durch 4 Jahreszeiten.