April 22

Literarisches Kleeblatt

Das Literarische Kleeblatt hat sich neu strukturiert und wie man sieht, wir freuen uns darüber.

Nach einer längeren Zeit der Umorientierung, der Neuformierung und der Neuaufstellung, personell wie auch programmatisch, sehen wir uns ganz frisch, fromm, fröhlich, frei an alter Stelle mit neuen Spielplänen. Das Wann und Wo erfährt der Interessent in gewohnter Weise via Facebook oder über die Homepage.

Dezember 5

Lesung beim Altendorfer Weihnachtsmarkt am 30. November 2013

Alle Jahre wieder … ja wie treffend ist das denn? In der Tat freut man sich auf die Weihnachtszeit, auf das Besinnliche, das Ruhige, das Beruhigende. Gleichfalls ist dies die Zeit, in der die Jahresendfeiern stattfinden. In der Regel ist dies auch die Zeit, eine letzte Lesung zu halten.

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In der Bibliothek des SFZ fand in diesem Jahr eine Lesung anlässlich des Altendorfer Weihnachtsmarktes statt. Neben Jana Heidler war dieses Mal Sylvia Bialon mit im Programm.

September 21

Lesung im Kräutergarten Hagazussa am 20. September 2013

Es war schon immer ein echtes Wagnis, Lesungen an einem Freitagabend zu veranstalten! Warum? Die Woche ist um. Man möchte in das wohlverdiente Wochenende gleiten, man will die Beine unter den heimischen Tisch stecken, sich ein Bier oder einen Wein einschenken, die Chipstüte aufreißen, lustvoll hineingreifen und sich sinnfrei durch 150 Fernsehkanäle zappen. Man möchte die vergangenen 40 Arbeitsstunden vergessen machen, mit Schnitzelfett beschmierten Fingern und schläfrigen Augen dem Partner bei seinen Erzählungen zunicken, ein zweckungebundenes, jedoch zustimmendes Brummen ertönen lassen und gelegentlich, als Zeichen der Bejahung den Kopf leicht nach vorne kippen. Keiner der Anwesenden vermag in diesem Zusammenhang erkennen, ob man tatsächlich seinem Gesprächspartner zustimmenden Beifall pflichtet, ein Verständnis bekundet oder nicht doch etwa nur eingeschlafen ist.

Was also hat die Gäste des Kräutergarten Hagazussa dazu bewegt, die scheinbaren Selbstverständlichkeiten, die den deutschen Freitag abendlich ausmachen, eben nicht zu zelebrieren und sich somit vom Durchschnittsdeutschen deutlich zu unterscheiden? Es war und ist eine gewisse Affinität zur Literatur. Es war der Wunsch, sich auf zwei für sich selbst bis dahin unbekannte Autoren einzulassen, um ihnen so dann und wann auch einmal mit geschlossenen Augen zu lauschen, sich auf deren phantastische Pfade zu begeben, auf deren literarische Ergüsse zu hören und sich auf deren Schreib- und Lesart einzulassen. Wie eingangs bereits erwähnt – ein Wagnis.

Gemeinsam mit Jana Heidler gestaltete ich in Lugau einen ohrenscheinlich märchenhaften, phantastischen, mitunter heiteren, die Kindheit reflektierenden und in wenigen Momenten die Seele anrührenden, vielleicht etwas nachdenklich Abend, der nicht zuletzt, ganz offensichtlich durch die kulinarische Produktivität der Veranstalterin einen geschmackvollen Höhepunkt der Woche dargestellt haben dürfte. Man verzeihe mir meine langen, verschachtelten Sätze – ich kann nicht anders!

War der Abend gelungen? Durchaus!

Ist diese Antwort nicht zu kurz? Es ist möglich, dass Anwesende weitere Worte finden, dass Zeugen des Abends zu weiteren, fortführenden Beschreibungen neigen werden, dass sie von den Lesenden berichten, ihre Worte wiedergeben möchten und unter Anteilnahme Nichtangewesender versuchen, einen Augenblick innerer Ausgeglichenheit darzustellen, der nur dem Gast im Tipi erschlossen bleibt.

Unser ausdrücklicher Dank geht an Nancy Lorenz. Mille Grazie. Wir kommen gerne wieder.

Juli 5

Hoffest in Helmbrechts vom 5.-7. Juni 2013

Ok, ich gebe es zu … die Feuershow habe ich nicht miterlebt. Mir wurde aber von manchen Gästen so lebhaft davon erzählt, dass ich beinah der Meinung bin, selbst dabei gewesen zu sein. Caro Feuerfee hat hier wohl ganze Arbeit geleistet. Schade, dass ich nicht Augenzeuge gewesen sein konnte. Ich gehe aber davon aus, dass es das nächste Mal klappt.

Denn das, was von Don Brandy als Hoffest hier auf die Beine gestellt wurde, sucht seinesgleichen. Es war ein ganz toller Event. Durch ein Konzert am Abend in Chemnitz, kam ich am Samstag erst kurz vor Mitternacht im Fränkischen Helmbrechts an. Da aber brannte bereits die Luft, denn die bajuwarische Folkrockband IRXN heizte ordentlich ein.

              

Mit ihrer Musik rissen sie wohl jeden der Anwesenden mit und sorgten ordentlich für Stimmung in der Scheune der “Brandyburg”. Allein am Morgen danach war es mir möglich, mal ein paar Worte mit den Künstlern zu wechseln. Dabei liegt die Wertigkeit meiner Aussage auf den beiden Wörtchen “ein paar”, denn gegen 11 Uhr startete der Part des Literarischen Kleeblatts. Gelesen wurde Querbeet, irgendwie musste es zum Anlass passen und irgendwie passte es dann auch. Im Background stand das Buffet bereit, ganz unter unserer Devise Sie brunchen – wir lesen.

Alle Fotos Copyrights by Kerstin Weinbrenner